Workshop: Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen
28. Februar 2011


Veranstalter:

DBFZ

Ort:

Leipzig

Beschreibung:

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das Programm „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ aufgelegt.
Unter dem Dach des Forschungsprogramms sind eine Vielzahl von Forschungsverbünden gestartet, welche an aktuellen Themenkomplexen zur Nachhaltigkeit der Biomasse als Energieträger für die klimaeffiziente Strom- und Wärmeerzeugung, zur Gewinnung von Biokraftstoffen, zur Einspeisung von Biomethan in das europäische Erdgasnetz oder an Fragestellungen zu Wissenstransfer, Bildung & Kommunikation sowie gesellschaftlicher Akzeptanz der Biomasse arbeiten. Durch das Förderprogramm wird unter anderem eine Methodenharmonisierung der verschiedenen Forschungsprogramme angestrebt.
Ein Element im Projekt „Sozial- und verhaltenswissenschaftliche Aspekte der Kraftstofferzeugung und –nutzung aus Biomasse“ – ein Kooperationsvorhaben zwischen der Forschungsgruppe Umweltpsychologie an der Universität des Saarlandes (FG-UPSY) und dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) – sind Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit der Biomasseerzeugung und -nutzung im Biokraftstoffbereich. Insbesondere sind hier die gesellschaftlichen Auswirkungen von Biokraftstoffprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern von Interesse.

Zielsetzung des Workshops:
Für die Produktion von Biomasse, sowohl im Rahmen der Produktion von Biokraftstoffen, als auch weiterer Anwendungen, bieten Entwicklungsländer scheinbar vielversprechende Rahmenbedingungen (z.B. hohes Potential an kostengünstigem Land, billige Arbeitskräfte). Neben positiven wirtschaftlichen Aussichten bergen derartig motivierte Vorhaben aber auch vielfältige Optionen in soziale Strukturen einzugreifen und diese langfristig zu verändern. Die Fragen denen sich der Workshop daher widmen möchte sind:

- Wie werden Kriterien sozialer Nachhaltigkeit bisher im Rahmen der Biokraftstoffproduktion berücksichtigt?
- Welchen Einfluss kann die Biokraftstoffproduktion auf die ansässige Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern nehmen bzw. welche Möglichkeiten gibt es, dass derartige Projekte einen Beitrag zur positiven gesellschaftlichen Entwicklung der Bevölkerung leisten?
- Wie werden diese Effekte identifiziert und bewertet?

Der Workshop soll den TeilnehmerInnen einen Überblick zu thematisch relevanten Problemlagen bei der Biomasseproduktion in Entwicklungsländern geben. Des Weiteren werden verschiedene methodische Herangehensweisen, soziale Nachhaltigkeit zu bewerten dargestellt. Die anschließende Diskussion soll dazu dienen Ansätze zu ermitteln, die in der Lage sein könnten die Lücke zwischen der Bewertung örtlicher Problemlagen und der zielgerichteten langfristigen Implementierung sozialer Maßnahmen zu schließen.

Flyer: Flyer_Soziale_Nachhaltigkeit.pdf


Anmeldung:

Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 50 Personen begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 23.02.2011 bei Jörg Kretzschmar (E-Mail: joerg.kretzschmar(at)dbfz.de) verbindlich an.

Kontakt:
Programmbegleitung des
BMU-Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“
Diana Pfeiffer
Telefon: +49 (0) 341-2434-554
Telefax: +49 (0) 341-2434-133
E-Mail: diana.pfeiffer(at)dbfz.de

DBFZ

Fachliche Koordination des Workshops:
Jörg Kretzschmar
Tel.: 0341-2434-419
joerg.kretzschmar(at)dbfz.de

FG-UPSY
Anna Schütte
Tel.: 0681-9762174
anna.schuette(at)fg-upsy.com

Veranstaltungsort
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6
D-04109 Leipzig
www.hdg.de/leipzig

Dateien:

Gefördert durch:

BMU
BMU Klimaschutzinitiative

Koordiniert vom:

PTJ

Wissenschaftlich begleitet vom:

DBFZ