Foto: DBFZ

Grünland erhalten und wirtschaftlich nutzen

Broschüre "Naturschutzgras und Biogas" veröffentlicht

Leipzig, 08. Februar 2012 – Die Informationsbroschüre des Vorhabens „Effizienzsteigerung von Grünlandsubstraten in der Biogasgewinnung“ enthält Empfehlungen zur Bewirtschaftung von Naturschutzflächen und anschließender Biogasgewinnung.

Als Abschluss des Vorhabens „Effizienzsteigerung von Grünlandsubstraten in der Biogasgewinnung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange“ (FKZ: 03KB029) wurde eine Informationsbroschüre mit dem Titel „Naturschutzgras und Biogas“ veröffentlicht. Darin sind die Erfahrungen zusammengefasst, die das Team um Projektleiter Dr. Carius mit Gras von Naturschutzflächen bei der Biogasgewinnung auf dem BUND-Hof Wendbüdel gemacht hat.



Die Broschüre richtet sich an (Öko-)Landwirte, Naturschutzverbände sowie Naturschutzbehörden und beinhaltet Empfehlungen und Handlungshilfen für die Bewirtschaftung von Feuchtgrünlandflächen im Naturschutz. Das Vorhaben, das im Rahmen des BMU-Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“ für anderthalb Jahre gefördert wurde, hatte sich zwei Ziele gesetzt: Zum einen sollte die Biogasausbeute der Substrate von Feuchtgrünlandflächen erhöht werden, zum anderen ging es darum, gleichzeitig die Artenvielfalt auf den Feuchtgrünlandflächen des Hofes durch eine angepasste Bewirtschaftung zu erhöhen. Darüber hinaus sollen sich die Naturschutzmaßnahmen auch rechnen, indem das Naturschutzgras in der hofeigenen Trockenfermentationsanlage genutzt wird. Neben einer Beschreibung der Bodentypen des Hofes finden sich in der Broschüre anschauliche Informationen zu den verschiedenen Erntemethoden, die erprobt wurden, um die geltenden Naturschutzauflagen bei der Mahd einzuhalten. Es werden die  unterschiedlichen Maschineneinsätze und Mahdintervalle, die auf den Feuchtwiesen des Hofes getestet wurden, vorgestellt und die Auswirkungen auf Flora und Fauna dargestellt.

Fotos: BUND-Hof Wendbüdel

Das Testen der verschiedenen Mahdtechniken diente außerdem dazu, eine Qualitätssteigerung der Ernte zu erreichen, um insgesamt die Effizienz für die ausschließliche Verwendung von „Landschaftspflegegras“ in einer Biogas-Trockenfermentationsanlage zu erhöhen. Schwierigkeiten dabei und verschiedene Vorgehensweisen sind übersichtlich zusammengefasst. Zum gesamten Prozess der Flächenbewirtschaftung von Feuchtgrünland und der anschließenden Biogasgewinnung enthält die Broschüre eine abschließende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Die Broschüre können Sie hier herunterladen.

 

Das Förderprogramm 
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative das Programm „Förderung von Forschung und Entwicklung zur klimaeffizienten Optimierung der energetischen Biomassenutzung“ aufgelegt. Im Rahmen des Förderprogramms wurde das Vorhaben „Effizienzsteigerung von Grünlandsubstraten in der Biogasgewinnung unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange“ (FKZ: 03KB029) gefördert, das vom BUND-Institut für ökologisches Ressourcenmanagement durchgeführt wurde. Das DBFZ ist für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms zuständig. Mit der fachlichen und administrativen Koordination desselben hat das BMU den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt.

Weitere Informationen
http://www.energetische-biomassenutzung.de/de/vorhaben.html
www.wendbuedel.de


Kontakt
BUND - Institut für ökologisches Ressourcenmanagement
Grenzweg 8, 27243 Prinzhöfte
Dr. Wulf Carius – Projektleiter / Direkter Ansprechpartner
Telefon: +49 (0) 4432-912270
E-Mail: info(at)wendbuedel.de

Deutsches BiomasseForschungsZentrum gGmbH (DBFZ)
Torgauer Straße 116, 04347 Leipzig

Diana Pfeiffer  – Projektkoordination
Telefon: +49 (0) 341 2434-554
E-Mail: diana.pfeiffer(at)dbfz.de

Angela Gröber – Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0) 341 2434-457
E-Mail: angela.groeber(at)dbfz.de

08.02.2012 10:53

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