Projekttreffen STEP auf dem Firmengelände von ATS - Agro Trading & Solutions in Hardegsen (Foto: DBFZ)

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FKZ-Nr. 03KB155

GreenSelect - Optimierte Nutzung vergärbarer Grüngutchargen durch selektive kommunale Erfassung und Konservierung

Krautiges Grüngut im Projekt GreenSelect (Förderkennzeichen 03KB155) (Quelle: Witzenhausen-Institut)

Dauer

  • 01.10.2019 – 31.12.2021

Kontakt

Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Werner-Eisenberg-Weg 1
37213 Witzenhausen

Raussen, Thomas – Projektleiter
Telefon: +49-(0)5542-9380-15
E-Mail: t.raussen‍@‍witzenhausen-institut.de

Dr. Felix Richter – Direkter Ansprechpartner / Projektkoordinator
Telefon: +49-(0) 5542-9380-25
E-Mail: f.richter‍@‍witzenhausen-institut.de

Partner

Assoziierte Partner

Kooperationspartner

Unterauftragnehmer

03KB155 GreenSelect Icon

Thema

Das Gesamtprojekt thematisiert die bislang unzureichende Ausschöpfung der Potenziale von krautigem Grüngut für eine hochwertige Mehrfachnutzung als Biogassubstrat (energetisch) und Kompost aus Gärrest (stofflich). Dabei werden neue Erfassungssysteme erprobt und Wertschöpfungsketten optimiert.

Ziele

Die zentralen Ziele von GreenSelect sind:

  • Ermittlung verfügbarer Potenziale an krautigem Grüngut für eine energetische Nutzung
  • Erprobung verschiedener selektiver Sammelsysteme für krautiges Grüngut aus Privathaushalten und von kommunalen Flächen
  • Erprobung unterschiedlicher Silierungstechniken für die Konservierung des gesammelten krautigen Grünguts
  • Entwicklung modellhafter Wertschöpfungsketten auf Basis einer Analyse von Stoff- und Energieflüssen und ökonomische Bewertung hinsichtlich ihrer Klima- und Ressourcenrelevanz
  • Empfehlungen für die Praxis formulieren

Maßnahmen

1. Potenzialabschätzung: Abschätzung der Mengenpotenziale von krautigem Grüngut in Deutschland sowie des Anteils, der in frischem, d. h. vergärbarem Zustand erfasst werden kann.

2. Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen: Dokumentation und Bewertung der derzeitig verbindlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland bei der Erfassung, Aufbereitung und Verwertung von krautigem Grüngut.

3. Erprobung selektiver Sammelsysteme für krautiges Grüngut: Gemeinsam mit Praxispartnern werden vier verschiedene Sammelsysteme in Modellversuchen erprobt:

  • Sammlung nach Pflegemaßnahmen kommunaler Liegenschaften
  • Sammlung bei Privathaushalten im Holsystem
  • Sammlung bei Kleingartenanlagen im Holsystem
  • Getrenntsammlung auf Wertstoffhöfen

4. Prüfung von Silierungstechniken für krautiges Grüngut: Gemeinsam mit landwirtschaftlichen Dienstleistern (Versuchsanstalt) werden verschiedene Silierungstechniken in Modellversuchen erprobt:

  • Ballensilage
  • Schlauchsilage
  • Silage im Fahrsilo

5. Aufbereitung und Verwertung in Biogutvergärungsanlagen:Gemeinsam mit Betreibern von Biogutvergärungsanlagen wird die Aufbereitung und Verwertung von unterschiedlich siliertem krautigen Grüngut in der Praxis erprobt.

6. Wertschöpfungsketten: Entwicklung einer oder mehrerer modellhafter Wertschöpfungsketten für ein umfassendes Verwertungskonzept für krautiges Grüngut.

7. Bewertung hinsichtlich Ökonomie, Klima, Ressourcen: Eine umfassende ökonomische Bewertung wird für alle entwickelten Wertschöpfungsketten durchgeführt. Analog dazu werden die unterschiedlichen Wertschöpfungsketten hinsichtlich ihrer Relevanz bezüglich der Einsparung von Treibhausgasen, der Energieerzeugung und der Einsparung von Ressourcen bewertet.

8. Empfehlungen für die Praxis: Basierend auf den erarbeiteten Erkenntnissen werden praktische Lösungsansätze sowie differenzierte Empfehlungen zur optimierten Verwertung von krautigem Grüngut erarbeitet.

Schwerpunkte

  • Grüngut
  • Potenzialanalyse
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Modellversuche
  • Getrennterfassung
  • Stofflich-energetische Verwertung
  • Wertschöpfungsketten
  • Ökonomische Bewertung
  • Klima- und Ressourcenrelevanz
Grünguterfassung in Privathaushalten (Quelle: Witzenhausen-Institut)
Getrennte Grüngutsammelstelle (Quelle: Witzenhausen-Institut)

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