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 Fachgespräch

11. November 2019 16:00- 18:00

Optionen für einen nationalen Ausstieg aus der Palmölverwendung in Biokraftstoffen

Veranstalter

Ort

Berlin

Beschreibung

Der Anbau von Ölpalmen ist oft mit einer Zerstörung tropischer Ökosysteme verbunden. Neben der Entwaldung, die zum Verlust von Biodiversität führt, hat die Palmölproduktion aufgrund der CO2-Freisetzung erhebliche Auswirkungen auf das Weltklima. Die wachsende Nachfrage nach Palmöl für die Beimischung zum Biodiesel erhöht zudem den Druck auf die landwirtschaftliche Nutzfläche und verstärkt die Entwaldung in den Anbauländern. Über die Hälfte des in die EU importierten Palmöls (53 Prozent) landet mittlerweile im Biodiesel – ursprünglich mit dem Ziel, die CO2-Bilanz fossilen Dieselkraftstoffs durch die Beimischung nachwachsender Pflanzenöle zu verringern. 
Biodiesel mit Palmöl ist umgerechnet dreimal schädlicher für das Klima als herkömmlicher Diesel. Daher ist dessen Verwendung mittlerweile heftig umstritten. Die EU-Kommission beschloss für den Biokraftstoffbereich ein „phase-out“ für Palmöl von 2023 bis 2030 und führte mit der Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie ein Konzept ein, um CO2-Emissionen infolge indirekter Landnutzungsänderungen (ILUC) bei der Produktion von Biokraftstoffen einzuberechnen. Die Klassifizierung von Palmöl als Rohstoff mit einem hohen Risiko in Bezug auf ILUC führte zu einer Deckelung der Palmölmengen in den Mitgliedstaaten auf dem Niveau von 2019. 
Nach Ansicht der DUH ist der beschlossene Ausstieg aus der Palmölbeimischung in 2030 eindeutig zu spät. Sie sieht die einzelnen Mitgliedsstaaten jetzt in der Pflicht, mit der Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (REDII) ein Beimischungsverbot sofort rechtlich umzusetzen, um die rasant fortschreitende Umweltzerstörung noch aufzuhalten. Die Anwaltskanzlei WMRC prüfte im Auftrag der DUH, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen ein Ausstieg auf nationaler Ebene erreicht werden kann. Die Ergebnisse der Studie werden vorgestellt von
•    Dr. Friedrich Wichert, WMRC Rechtsanwälte.
Der Einstieg in die Diskussion wird ergänzt durch Impulse von 
•    Falk Heinen, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)
•    NN, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
•    Harald Ebner, MdB Bündnis 90/Die Grünen (tbc). 
Durch das Fachgespräch führt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. 
Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit einem ausgewählten Kreis von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Branchen- und Umweltverbänden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung am 11. November 2019 über die Chancen und Herausforderungen eines nationalen Ausstiegs aus der Palmölbeimischung zu diskutieren. Im Anschluss besteht ab ca. 18:00 Uhr die Gelegenheit den Austausch bei Snacks und Getränken fortzuführen. 
Veranstaltungsort: DUH, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Dachgeschoss. Einlass ist ab 15:30 Uhr. 
 
Anmeldung: Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Ihre Anmeldung mit Namen, Organisation und E-Mailadresse.
 

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