Die experimentellen Untersuchungen im Labor- und Technikumsmaßstab haben gezeigt, dass das Ziel der Herstellung eines höherwertigen biogenen Festbrennstoffs durch die Autoklavierung erreicht werden kann. Dabei konnte u. a. nachgewiesen werden, dass der Brennwert autoklavierter Abfallbiomasse um bis zu 12 % im Vergleich zum unbehandelten Ausgangsmaterial erhöht und auch eine signifikante Reduzierung des Wassergehalts um bis zu 25 % erzielt werden kann. Damit biogene Stoffströme jedoch autoklaviert werden können, müssen einige Anforderungen an den jeweiligen Stoffstrom bzw. an die Verfahrenstechnik berücksichtigt werden. So sollte die Ausgangsbiomasse u. a. einen Wassergehalt von
mind. 50 Mas.-% aufweisen und eine kontinuierliche Durchmischung innerhalb des Autoklaven ist bei der Behandlung zu gewährleisten.
Kernbotschaften:
1. Die brennstofftechnischen Eigenschaften biogener Reststoffe (u. a. Brennwert und Lagerfähigkeit) können durch eine Autoklavierung
2. Eine einfachere Abtrennbarkeit von Stör- und Schadstoffen durch die Autoklavierung konnte nicht nachgewiesen werden.
3. Der Energiebedarf bei einer Vermahlung autoklavierter Biomasse ist im Vergleich zum Energiebedarf der Vermahlung der unbehandelten Ausgangsbiomasse geringer (dies ist u. a. ein Vorteil, wenn aus der Biomasse Brennstoffpellets hergestellt werden sollen).
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4. Die Autoklavierung sollte nicht als alleinstehendes Verfahren, sondern im Verbund mit anderen Aufbereitungsverfahren (u. a. Reinigung, mechanische Entwässerung und Verdichtung) angewendet werden.
Vorträge:
- Scherzinger M, Kaltschmitt M (2020) Optimization of thermal biomass utilization by autoclave pre-treatment, 6. Mitteleuropäische Biomassekonferenz CEBC 2020