Im Rahmen des Vorhabens EmiLy wurde der Einsatz von Primärmaßnahmen zur Reduzierung von NOX-, CO- und Staubemissionen untersucht. Dazu wurden zunächst an zwei Testanlagen, einem Funktionsmuster einer emissionsarmen Brennkammer und einer seriennahen Versuchskesselanlage, Versuche mit gestufter Verbrennungsluftführung, dem Einsatz von Reduktionszonen und Abgasrückführung durchgeführt. Dabei konnten die theoretischen Vorüberlegungen weitgehend bestätigt werden. Durch Nutzung der Abgasrückführung unter den Rost bei gleichzeitig niedrigem Luftüberschuss im Bereich des Glutbetts konnte der Staub um bis zu 85% gegenüber dem Regelbetrieb reduziert werden. Durch Schaffung einer Reduktionszone über dem Glutbett durch spätere Zugabe von Sekundärluft konnten die NOX-Emissionen reduziert werden. Durch zusätzliche Rückführung des Abgases kann dieser Effekt weiter verstärkt werden. Der Einsatz von Primärmaßnahmen hat jedoch Auswirkungen auf alle Emissionen. Zur Sicherstellungen von niedrigen Gesamtemissionen lassen sich verschiedene Primärmaßnamen oder Primär- und Sekundärmaßnamen kombinieren. Die Ergebnisse aus den Versuchsanlagen wurden anschließend in den „EmiLy-Kessel“ überführt. Mit Abschluss des Vorhabens steht ein emissionsarmer Kessel zur Verfügung, welcher in den Monaten nach Abschluss des Vorhabens abschließend optimiert wird. Anschließend ist die Markteinführung des Kessels geplant.
Ergebnisse auf einen Blick:
- Mit Primärmaßnahmen lassen sich die Schadstoffemissionen, vor allem Staub, CO und NOX, von Pelletkesseln erfolgreich reduzieren
- Gerade bei vergleichsweise emissionsarmen Pelletkesseln lassen sich durch Primärmaßnahmen auf aufwendige und teure sekundäre Emissionsminderungsmaßnahmen mit hohem Platzbedarf verzichten
- Pelletkessel eignen sich sehr gut zur Substitution von heizölbefeuerten Kesseln
- Durch Primärmaßnahmen werden Emissionen vermieden statt reduziert
- Forschung- und Entwicklungsprojekte leisten einen erheblichen Beitrag zur Umsetzung der Klimaziele der Bundesregierung