Bio-Strom-Wärme

Rolle der Bioenergie im Strom- und Wärmemarkt bis 2050 unter Einbe-ziehung des zukünftigen Gebäudebestandes
#Biomassefeuerung
#Strom
#Wärme
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FKZ-Nr.:
03KB114
Das Ziel des Projekts besteht darin, die Rolle der energetischen Nutzung von Biomasse im Strom- und Wärmemarkt in Deutschland von 2020 bis 2050 modellgestützt zu analysieren. Die Szenarienanalyse berücksichtigt sowohl verschiedene Annahmen bzgl. des für den Strom- und Wärmemarkt zur Verfügung stehenden Angebots an Bioenergie als auch die Entwicklung von Heizungssystemen und des Wärmeschutzstandards im Gebäudebestand. Es werden Vor- und Nachteile verschiedener Einsatzpfade für die Bioenergie hinsichtlich Effizienz und Klimaschutzwirkung herausgearbeitet.
Die energetische Nutzung von Biomasse bildet einen wichtigen Baustein bei der Umsetzung der Energiewende in Deutschland für eine klima- und umweltverträgliche Energieversorgung. Biomasse kann in allen relevanten Sektoren, insbesondere im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor, energetisch genutzt werden. Biomasse ist speicherbar und mit anderen erneuerbaren Energieträgern kombinierbar, so dass sie beispielsweise Schwankungen der fluktuierenden Stromeinspeisung aus Wind und PV oder der schwankenden Wärmeerzeugung aus Solarthermie ausgleichen kann. Das nachhaltige Biomassepotenzial für eine energetische Nutzung ist begrenzt, weswegen die optimale Ausgestaltung einer kostengünstigen und energieeffizienten Nutzung von Biomasse im Strom- und Wärmemarkt untersucht werden soll.
03KB114A

AP1: Literaturrecherche und Ableitung von Szenarien AP 2: Modellkopplung und Modellerweiterung AP 3: Szenarienberechnung und Auswertung AP 4: Projektübergreifende Workshops

Kernbotschaften:
1. Erneuerbare Energien verdrängen im Zeitverlauf sowohl im Stromsektor als auch im Gebäudesektor fossile Energieträger, um die vorgegebenen CO2-Minderungsziele zu erfüllen.
2. Sowohl Biogas als auch daraus aufbereitetes Biomethan werden erst bei sehr hohen THG-Minderungszielen und einem gleichzeitig geringen Angebot an fester Biomasse eingesetzt.
3. Der Einsatz von fester Biomasse stellt in der dezentralen Wärmeversorgung eine wichtige Übergangstechnologie dar, insbesondere für schlecht gedämmte bzw. nur unzureichend energetisch sanierbare Gebäude.
4. Die Kopplung des Wärme- und Stromsektors nimmt von 2020 bis 2050 zu. Diese Kopplung erfolgt über erneuerbaren Strom und elektrische Wärmeerzeugung sowie mit Hilfe von flexiblen KWK-Kraftwerken. Biomasse spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
5. Der Stromsektor kompensiert die Restriktionen des Gebäudebestands und beteiligt sich überproportional an der gesamten sektorübergreifenden CO2-Minderung.
6. Die Reduktion der Kohleverstromung und der Ausbau der Wind- und PV-Stromerzeugung stellen die beiden zentralen Komponenten für die CO2-Minderung im Stromsektor dar.

Partner 03KB114A

Öko-Institut e.V. (Institut für angewandte Ökologie)

Pin IconRheinstraße 95, 64295 Darmstadt

Projektleitung:
Dr. Matthias Koch
Phone Icon +49-(0) 761-452 95-218
Mail Icon m.koch@oeko.de