Kernbotschaften:
1. Erneuerbare Energien verdrängen im Zeitverlauf sowohl im Stromsektor als auch im Gebäudesektor fossile Energieträger, um die vorgegebenen CO2-Minderungsziele zu erfüllen.
2. Sowohl Biogas als auch daraus aufbereitetes Biomethan werden erst bei sehr hohen THG-Minderungszielen und einem gleichzeitig geringen Angebot an fester Biomasse eingesetzt.
3. Der Einsatz von fester Biomasse stellt in der dezentralen Wärmeversorgung eine wichtige Übergangstechnologie dar, insbesondere für schlecht gedämmte bzw. nur unzureichend energetisch sanierbare Gebäude.
4. Die Kopplung des Wärme- und Stromsektors nimmt von 2020 bis 2050 zu. Diese Kopplung erfolgt über erneuerbaren Strom und elektrische Wärmeerzeugung sowie mit Hilfe von flexiblen KWK-Kraftwerken. Biomasse spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
5. Der Stromsektor kompensiert die Restriktionen des Gebäudebestands und beteiligt sich überproportional an der gesamten sektorübergreifenden CO2-Minderung.
6. Die Reduktion der Kohleverstromung und der Ausbau der Wind- und PV-Stromerzeugung stellen die beiden zentralen Komponenten für die CO2-Minderung im Stromsektor dar.
Bio-Strom-Wärme
Rolle der Bioenergie im Strom- und Wärmemarkt bis 2050 unter Einbe-ziehung des zukünftigen Gebäudebestandes
#Biomassefeuerung
#Strom
#Wärme
FKZ-Nr.:
03KB114
Das Ziel des Projekts besteht darin, die Rolle der energetischen Nutzung von Biomasse im Strom- und Wärmemarkt in Deutschland von 2020 bis 2050 modellgestützt zu analysieren. Die Szenarienanalyse berücksichtigt sowohl verschiedene Annahmen bzgl. des für den Strom- und Wärmemarkt zur Verfügung stehenden Angebots an Bioenergie als auch die Entwicklung von Heizungssystemen und des Wärmeschutzstandards im Gebäudebestand. Es werden Vor- und Nachteile verschiedener Einsatzpfade für die Bioenergie hinsichtlich Effizienz und Klimaschutzwirkung herausgearbeitet.