OptiMand

Optimierter Einsatz von Mühlennachprodukten zur bedarfsgerechten Bioenergieproduktion durch innovative Überwachungs-, Mess- und Regelungsmethoden
#KWK
#Strom
#Validierung Marktpotenzial
#Wärme
#Rest- und Abfallstoffe
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FKZ-Nr.:
03KB115
Optimierung der Hochlastvergärung von Mühlennachprodukten; Entwicklung einer Prozessüberwachung mittels innovativer online-Sensorik; Demonstration einer flexiblen anwendungsorientierte Prozessregelung
Das Gesamtprojekt thematisiert die biogene Reststoffnutzung und Prozessflexibilisierung zur bedarfsgerechten Energieproduktion. Für die flexible Biogasproduktion auf Basis von Getreideabfällen und Mühlennachprodukten wir eine modellgestützte Prozessregelung weiterentwickelt und im Anlagenmaßstab erprobt. Neben herkömmlichen Prozessanalysedaten sollen dafür Onlinesensoren zur Erfassung flüchtiger organischer Säuren im Gasstrom sowie im Gärmedium (Halbleitersensor und mikrobielle elektrochemische Sensorplattform) eingebunden werden.
03KB115A

• Entwicklung einer modellgestützten Beobachtungs- und Regelungsmethode • Weiterentwicklung sowie Evaluierung mikrobieller elektrochemischer Sensor

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• Bereitstellung von Prozessdaten • Prozessoptimierung bei der flexiblen Nutzung von Getreideabfällen und Mühlennachprodukten

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• Weiterentwicklung sowie Evaluierung des Halbleitersensor • Aufbau eines angepassten Messsystems für den Einsatz an Biogasanlagen

Das Verbundvorhaben OptiMand hatte zum Ziel, den Einsatz von Mühlennachprodukten und
Getreidechargen, die für die Nahrungsmittelerzeugung nicht mehr geeignet sind, in der
Biogasproduktion zur bedarfsgerechten Erzeugung von Biogas bzw. Strom und Wärme einzusetzen.
Dafür wurde:
1.) die Optimierung der Hochlastvergärung der genannten Substrate untersucht und
2.) eine flexible anwendungsorientierte Prozessregelung entwickelt.

Zur Flexibilisierung des Biogasprozesses für eine bedarfsgerechte Biogaserzeugung wurde im Vorhaben der Ansatz des aktiven Fütterungsmanagements bzw. der modellprädiktiven Prozessregelung eingesetzt. Bei der Flexibilisierung der Biogasproduktion über das Fütterungsmanagement wird die Biogasproduktion durch unterschiedliche Substratmengen sowie angepasste Fütterungszeitpunkte beeinflusst. Ein derartiger Eingriff in den Prozess der Biogasproduktion bedarf nicht zuletzt zur Vermeidung von Prozessinstabilitäten einer zeitlich hochaufgelösten Messung relevanter Indikatoren bzw. Prozessparameter. Da dafür in der Praxis keine kostengünstigen Sensoren bzw. Messmethoden existieren wurden im Projekt zwei neuartige Ansätze zur Überwachung des Biogasprozesses weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um einen mikrobiellen elektrochemischen Sensor zur Messung von Acetat und anderen flüchtigen Fettsäuren in der Fermentationsflüssigkeit und einen Halbleitersensor zur Messung von flüchtigen Fettsäuren in der Gasphase.

Ergebnisse auf einen Blick:

- Flexible Gasproduktion auch bei Störstoffbelasteten Substraten mit hoher Dynamik möglich
- Stabiler Prozess bis zu einer Raumbelastung von 5,2 kg oTS m-3 d-1 realisierbar
- Modellbasierte Optimierung erlaubt Identifikation optimaler Beschickungs- und Betriebsregime

Partner 03KB115A

DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH

Pin IconTorgauer Straße 116, 04347 Leipzig

Projektleitung:
M. Eng. Dipl.-Ing. (FH) Eric Mauky
Phone Icon +49-(0) 341 2434-745
Mail Icon eric.mauky@dbfz.de

Weitere Ansprechperson:

Dr. Jörg Kretzschmar +49-(0)341-2434-419 joerg.kretzschmar@dbfz.de

Partner 03KB115B

S+B Service und Betrieb GmbH

Pin IconLauterbacher Straße 32, 08459 Neukirchen/Pleiße

Weitere Ansprechperson:

Dipl.-Chem. Bernhard Stollberg 03762 48960 stollberg@service-betrieb.de Dipl.-Ing. Matthias Fritzsch +49 (0) 3762-7099043 matthias.fritzsch@service-betrieb.de

Partner 03KB115C

ICR - International Consulting Bureaux

Pin IconWilhelm-Külz-Straße 18, 99423 Weimar

Weitere Ansprechperson:

Dr.-Ing. Hieber Hartmann +49-(0) 3643-771650 hieber@icrjena.de