BioWap

mit Biomasse betriebenes Absorptionswärmepumpen- und Kälteanlagensystem
#Biomassefeuerung
#Wärme
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FKZ-Nr.:
03KB127
Kernziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Darstellung eines Funktionsmusters einer mittels Holzhackschnitzeln direkt befeuerten Absorptionswärmepumpe mit einer Heizleistung von ca. 90 kWth (Feuerungsleistung ca. 50 kWth). Dadurch soll ein neuer Technologiepfad eröffnet werden, um Emissionsarm und hocheffizient Wärme bereitzustellen.
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Im Vorhaben „BioWap“ soll ein Funktionsmuster eines mittels Holzhackschnitzeln direkt befeuerten, hocheffizienten Absorptionswärmepumpensystems entwickelt werden mit einer Heizleistung von ca. 90 kWth und einer Kühlleistung von bis zu 75 kWth. Der Systemwirkungsgrad soll dabei bis zu 200 % erreichen. Die direkte Kopplung von Verbrennung und Absorptionswärmepumpe (Arbeitsstoffpaar: Wasser und wässrige Lithiumbromidlösung) macht eine Umweltwärmequelle mit niedriger Temperatur nutzbar. Um Planungs- und Installationskosten möglichst gering zu halten, wird zudem ein integrales Hydraulik- und Steuerungsmodul entwickelt.
03KB127A

In enger Zusammenarbeit mit HDG Bavaria werden Rahmenbedingungen erörtert & festgelegt (ökonomische, ökologische, technische & gesetzliche Einflussgrößen; Einbindung, Potenziale & Randbedingungen der Umweltwärmequellen) mit dem Ziel eines umfassenden Lastenhefts für die strukturierte Systementwicklung. Daraus wird eine an das System und die Biomassefeuerung speziell angepasste zweistufige Absorptionswärmepumpe abgeleitet, entwickelt und bereitgestellt. Maßnahmen beider Projektpartner gleichsam: Die finalen Funktionsmuster (Wärmepumpe und Hochtemperaturdesorber) werden bei ca. 2/3 der Projektlaufzeit gekoppelt. Entsprechend notwendige, neuartige Regelungsstrategien sind vorab zu erarbeiten und an den Einzelkomponenten soweit möglich zu testen. Die Vermessung des gemeinsamen Betriebs findet im Laborumfeld statt und umfasst das Betriebsverhalten, Anlagenkennfeld, sowie stationäres und dynamisches Teil- & Lastwechselverhalten. Ziel ist die energetische, ökologische und ökonomische Bewertung des realisierten Systems mit Auskunft über das Gesamtpotenzial. Erst durch den praxisnahen Test des Gesamtsystems kann eine fundierte und belastbare Aussage über den neuen Technologiepfad erfolgen.

03KB127B

Das Innovative Kernstück wird in enger Zusammenarbeit mit dem ZAE Bayern erarbeitet und bereitgestellt: Ein mit Holzhackschnitzeln befeuerter Hochtemperaturdesorber. Die Arbeitspakete umfassen die auf die außergewöhnliche Verwendung und Betriebsweise abgestimmte Entwicklung von Feuerung, Brennraumgeometrie, Rauchgaswärmetauscher, sowie der Lösungsführung. Anforderungen in Bezug auf Korrosion, Dauerfestigkeit, Emissionen und Effizienz müssen dabei in besonderer Weise beachtet werden. Maßnahmen beider Projektpartner gleichsam: Die finalen Funktionsmuster (Wärmepumpe und Hochtemperaturdesorber) werden bei ca. 2/3 der Projektlaufzeit gekoppelt. Entsprechend notwendige, neuartige Regelungsstrategien sind vorab zu erarbeiten und an den Einzelkomponenten soweit möglich zu testen. Die Vermessung des gemeinsamen Betriebs findet im Laborumfeld statt und umfasst das Betriebsverhalten, Anlagenkennfeld, sowie stationäres und dynamisches Teil- & Lastwechselverhalten. Ziel ist die energetische, ökologische und ökonomische Bewertung des realisierten Systems mit Auskunft über das Gesamtpotenzial. Erst durch den praxisnahen Test des Gesamtsystems kann eine fundierte und belastbare Aussage über den neuen Technologiepfad erfolgen.

Im BMWi-geförderten Projekt „BioWap“ haben das ZAE Bayern und der Kesselhersteller HDG Bavaria ein neuartiges, mit Biomasse gefeuertes Wärmepumpen-Heiz- und Kühlsystem entwickelt, das die Hälfte des Brennstoffs einspart.
Das am ZAE entwickelte und getestete System wurde als ökonomisch und ökologisch sinnvolle Heizeinheit mit einer thermischen Nennleistung von etwa 100 kW konzipiert. Durch die Option, damit ganzjährig Kälte für Klimatisierung oder industrielle Anwendungen bereitzustellen, wachsen möglicher Einsatzbereich und Jahresnutzungsgrad.
Die direkte Kopplung von Verbrennung und Absorptionswärmepumpe (Arbeitsstoffpaar: Wasser und wässrige Lithiumbromidlösung) erlaubt die Nutzung einer Umweltwärmequelle mit niedriger Temperatur. Der Wärmepumpenprozess verdoppelt dabei die Effizienz des Kessels im Vergleich zu herkömmlichen Modellen, die anfallenden Emissionen schrumpfen entsprechend um bis zu 50 %. Der Strombedarf des Systems liegt bei maximal 2 % der Nutzenergie. Diese Sparsamkeit macht es nahezu unempfindlich gegenüber der Volatilität erneuerbarer Stromerzeuger wie Windkraft oder Photovoltaik. Außerdem belastet das mit Biomasse gefeuerte Wärmepumpensystem das Stromnetz deutlich weniger als konventionelle Varianten.
Ein wichtiges Ziel des Projektes war es, die Anlage so zu konzipieren, dass sie mit in der Biomassekesselherstellung üblichen Fertigungsschritten produziert werden kann. Das ermöglicht eine preisgünstige Herstellung und eröffnet so zahlreiche Anwendungen in Wohn- und Betriebsgebäuden, speziell im Hinblick auf den weltweit wachsenden Kühlbedarf.
Im Projekt wurde nachgewiesen, dass ein solches System günstig gefertigt und stabil betrieben werden kann. Die Ergebnisse der Labormessungen decken sich sehr gut mit den im Vorfeld simulativ ermittelten Werten. Erste Prognosen zur Wirtschaftlichkeit in Grundlastanwendungen bescheinigen dem Konzept Marktnähe. Die Projektpartner HDG Bavaria und ZAE Bayern analysieren nun weitere Schritte, um Feldtestanlagen zu Demonstrationszwecken zu ermöglichen.

Ergebnisse auf einen Blick:

- "BioWap“ bietet Heizen, Kühlen, Warmwasser bei (derzeit) bis zu 4°C Kälte und 41°C bis 85°C Wärme.
- "BioWap“ verdoppelt den Nutzen des eingesetzten Brennstoffes und halbiert die Emissionen
- „BioWap“ ist gegenüber konventionellen Systemen ökonomisch konkurrenzfähig und ökologisch führend.
- „BioWap“ sollen Feldtestanlagen zu Demonstrationszwecken folgen, Anwender gesucht!

Partner 03KB127A

Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern)

Pin IconWalther-Meißner-Straße 6, 85748 Garching

Projektleitung:
M.Sc. (TU), Dipl. Ing. (FH) Manuel Kausche
Phone Icon +49-(0)89 329442-90
Mail Icon Manuel.Kausche@ZAE-Bayern.de

Partner 03KB127B

HDG Bavaria GmbH Heizsysteme für Holz

Pin IconSiemensstraße 22, 84323 Massing