Im Zuge des Projektes wurde eine Weiterentwicklung des ThermoFlex-Verfahrens vorgenommen, wobei detaillierte FuE- und Planungsarbeiten am Beispiel der Referenzanlage erfolgten. Weiterhin wurden Labor-Gärversuche für wesentliche Randbedingungen der Referenzanlage durchgeführt. Durch Analysen und Verfahrensoptimierungen mit dynamischen Simulationsmodellen, wurden die Entwicklungsarbeiten unterstützt. Dabei hat sich im Laufe des Projektes ein geringerer Temperaturbereich im Nachgärer (auch <50 °C) als vielversprechender Ansatz für kostengünstige und kurzfristige Realisierungen von ThermoFlex herausgestellt. Für die Referenzanlage wurde eine entsprechende Lösung dahingehend entwickelt, dass durch Wärmespeicherung in den Gärbehältern mehr Wärme für den Betrieb einer Trocknungsanlage verfügbar wird. Auf dieser Basis wurden zwei Demonstrationsversuche zur großtechnischen Erprobung der modifizierten ThermoFlex-Variante durchgeführt.
Kernbotschaften:
1. Die erfolgreiche großtechnische Erprobung zeigt, dass fallspezifisch angepasste ThermoFlex-Varianten umsetzbar sind.
2. Das erprobte Konzept kann auch für vergleichbare Biogasanlagen als kostengünstige Lösung angewendet werden.
3. Dynamische Simulationsmodelle zum Wärmemanagement und zur Prozessbiologie können die Verfahrensoptimierung effektiv unterstützen.
Vorträge auf Konferenzen/Tagungsbänden:
- Seick I, Wiese J (2019): Wärmespeicherung im Nachgärer mit dem ThermoFlex-Verfahren für flexible Biogasanlagen. 12. Biogas-Innovationskongress 2019, 21.-22.05 2019 in Osnabrück, Tagungsband. ISBN 978-3-947777-03
- Wärmespeicherung im Nachgärer mit »ThermoFlex«- Was gibt es Neues?. 8. Fachtagung Biogas, Merseburg, 24.10.20