Die zwei erarbeiteten Anlagenkonzepte zur energetischen Nutzung von Weinbaubiomasse sind wirtschaftlich bewertet worden. Aktuell laufen wissenschaftliche Testreihen mit einem weiterentwickelten Kleinballenvergaser. Im Rahmen der Testreihen
wird Rebholz vergast. Neben der Untersuchung des betriebssicheren Anlagenbetriebs liegt ein Hauptaugenmerk auf den entstehenden Abgasemissionen und der theoretischen Ableitung notwendiger Abgas-nachbehandlungsmaßnahmen. Durch die Befragung von Winzern konnten verschiedene Hemmnisse in Bezug auf die Umsetzung des Anlagenkonzepts identifiziert werden. Die Hemmnisse stammen aus den Bereichen: Rohstoffe, Finanzen, Energie und Regulatorik. Entscheidendes. Hemmnis aus dem Bereich Finanzen ist die wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Anlagenkonzepts und die entstehenden Kosten im Vergleich zu den bisher eingesetzten konventionellen Anlagen basierend auf fossilen Brennstoffen. Es wurde ein technisches Biomassepotenzial zur energetischen Verwertung der in Deutschland anfallenden Weinbaubiomasse unterteilt nach Rebholz und Trester berechnet. Für Rebholz mit einem Restfeuchtegehalt von 20 % ergibt sich eine Brennstoffleistung von bis zu 1,2 Mio. MW. Für Trester mit einem Restfeuchtegehalt 20 % ergibt sich eine Brennstoffleistung von bis zu 0,65 Mio. MW. Folgende zwei hybride Anlagenkonzepte wurden technisch dimensioniert:
Anlagenkonzept Ballenvergaser und Absorptionskälteanlage zur Wärme- und Kälteerzeugung für ein Gebäudeneubau (am Beispiel Zumstein)
Anlagenkonzept Ballenvergaser mit Heißgasturbine und Absorptionskälteanlage zur Wärme-, Strom- und Kälteerzeugung für bestehende Winzerei (am Beispiel Fellbach Weingärtner).
Kernbotschaften:
1. Biomasseanlagen können mit thermischen Kälteanlagen technologisch kombiniert werden.
2. Saisonale Weinherstellung erschwert die Einführung von kostenintensiven EE-Energieerzeugungsganlagen.
3. Rebholz ist ein gut nutzbarer Festbrennstoff.