ZertGas

Implementierung der RED II und Entwicklung von praktikablen Zertifizierungslösungen und Handlungsoptionen für Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen
#Biogas
#Biomethan
#KWK
#Strom
#Wärme
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FKZ-Nr.:
03KB164
ZertGas kann die Implementierung der Zertifizierung in der Branche vorbereiten, potentielle Herausforderungen, einerseits für die Implementierung der RED II-Vorgaben im Bereich der Zertifizierungssysteme und andererseits für Biogas- und Biomethananlagenbetreiber identifizieren und konkrete Handlungsoptionen aufweisen.
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Mit der Verabschiedung der RED hat die EU Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe eingeführt. In der Konsequenz haben sich in der Praxis verschiedene Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme etabliert. Die Fortführung der Richtlinie (RED II) sieht die Ausweitung der Nachhaltigkeitszertifizierung auf den Strom- und Wärmebereich ab einer Anlagengröße von 2 MW Feuerungswärmeleistung vor. In der Folge ist ein Zertifizierungsprozess für die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse zu etablieren. Das Vorhaben ZertGas entwickelt übertragbare Lösungen in Deutschland und unterstützt die Realisierung eines praktikablen Zertifizierungsprozesses.
03KB164A

Das DBFZ erarbeitet im Vorhaben eine praxistaugliche Methode zur THG-Bilanzierung von Biogas- und Biomethananlagen im Kontext der RED II Anforderungen.

03KB164B

Der Fokus des FvB liegt in der Durchführung von Testzertifizierungen in Beispielanlagen und Prüfung der Praxistauglichkeit.

Die Novelle der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) erweitert den Geltungsbereich für Nachhaltigkeitskriterien und Kriterien für THG-Einsparungen u.a. auf Energie aus Biogas und Biomethan. Der Nachweis der THG-Einsparung erfolgt im Kontext von anerkannten Zertifizierungssystemen und kann durch Standardwerte oder individuelle THG-Bilanzen erfolgen.
Für den Bereich Biogas und Biomethan sind sehr wenige Standardwerte (für die Rohstoffe Gülle/Mist, Mais, Bioabfall) verfügbar, gleichzeitig sind THG-Bilanzen v.a. aufgrund der Vielzahl eingesetzter Substrate vergleichsweise komplex. Zur Unterstützung der Implementierung der Anforderungen aus der RED II wurde im ZertGas Vorhaben eine Methodik zur individuellen THG-Berechnung entwickelt, die die Vorgaben aus der RED II ergänzt und zur Nutzung in der Praxis vorgesehen ist. Eine Validierung fand auf Basis von Praxisrechnung an 10 verschiedenen Anlagen statt.
Durch die Praxisrechnungen konnten als wesentlichen Einflussfaktoren auf die THG-Intensität die Gärrestlagerung, die Stickstoffdüngung sowie den Verbrauch von fossilem Diesel identifiziert werden. Neben der unzureichenden Verfügbarkeit von Standardwerten, ist auch die Verfügbarkeit von Rechenwerten, Emissionsfaktoren, NUTS2 Werte etc. gering und verfügbare und empfohlene tools sind aktuell nicht auf den neue Geltungsbereich der RED II angepasst. Dies erschwert die individuelle THG-Bilanzierung.
Die validierte Methodik wurde in einen Leitfaden überführt, der frei verfügbar ist und sich v.a. an Wirtschaftsbeteiligte, Stakeholder der Zertifizierung (Zertifizierungssysteme, Zertifizierungsstellen, Auditoren) und politische Entscheidungsträger als Zielgruppen richtet. Der Leitfaden gibt Informationen für die praktische Implementierung der RED II und veranschaulicht die Berechnungsmethodik schrittweise und anhand von Beispielen.

Kernbotschaften:
1. Die individuelle THG-Bilanzierung im Bereich Biogas- und Biomethan ist vergleichsweise komplex und aufwändig, insbesondere aufgrund der Vielzahl eingesetzter Substrate. Zusätzliche Standardwerte zum Nachweis der THG-Einsparung würden die Implementierung der Anforderungen der RED II erleichtern
2.Auf der Stufe der landwirtschaftlichen Erzeugung bestehen die größten Schwierigkeiten, v.a. weil größere Mengen an Daten erhoben werden müssen.
3. Die nach dem Entwurf der Durchführungsverordnung anzuwendende Methode der Berechnung der Lachgasemissionen ist aufgrund der Komplexität nicht praktikabel.
4. Verfügbare Tools, Emissionsfaktoren, Standardrechenwerte usw. sind nicht auf den neuen Geltungsbereich der RED II angepasst. Überarbeitungen sind notwendig um den Bedürfnissen des Biogas- und Biomethanmarkts Rechnung zu tragen

Partner 03KB164A

DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH
Bereich Bioenergiesysteme

Pin IconTorgauer Straße 116, 04347 Leipzig

Projektleitung:
Dipl.-Ing. Stefan Majer
Phone Icon +49 (0) 341 2434 411
Mail Icon stefan.majer@dbfz.de

Weitere Ansprechperson:

M. Sc. David Moosmann +49 (0) 341 2434 585 david.moosmann@dbfz.de

Partner 03KB164B

Fachverband Biogas e.V.

Pin IconAngerbrunnenstraße 12, 85356 Freising

Projektleitung:
Dr. Stefan Rauh
Phone Icon +49 (0) 8161 9846 804
Mail Icon stefan.rauh@biogas.org